Erklärung der Tudeh Partei Irans: Kriegsverbrechen des US-Imperialismus im Rahmen der dritten militärischen Aggression gegen den Iran und die Notwendigkeit, der verhängnisvollen Politik von „Krieg, Krieg bis zum Sieg“ entgegenzutreten
Liebe Landsleute!
Erneut hat der gezwungene verheerende Krieg des amerikanischen Imperialismus unser Heimatland in große Gefahr gebracht. Die brutalen amerikanischen militärischen Angriffe auf den Iran, die zivile Gebiete, darunter Brücken, Eisenbahnlinien und Flughäfen, sowie Angriffe auf Getreidesilos im Kreis “Hoveyzeh”, die Mineralwasseranlage im Bezirk “Musian” im Kreis „Dehloran” und den Seewachturm “Chabahar” zum Ziel hatten, um die Versorgung der Fischer zu unterbrechen und die Sicherheit des Seehandels zu gefährden. All diese Angriffe sind nach dem internationalem Recht Beispiele für Kriegsverbrechen des amerikanischen Imperialismus. Diese Verbrechen haben in den letzten Tagen zum Tod und zur Verletzung zahlreicher unserer Landsleute geführt.
Die neue Welle der US-Militärangriffe auf den Iran stellt eine neue Phase in der Politik des Imperialismus in der Region dar. Ziel dieser Politik ist die vollständige Kontrolle über die Straße von Hormus und wichtige Wasserwege in der Region, um die strategischen Interessen des Imperialismus und Israels zu sichern. Es ist offensichtlich, dass die Kriegstreiber in Washington und ihre Verbündeten in der israelischen Regierung von Anfang an gegen jedes Abkommen zwischen Iran und den USA waren und einen zermürbenden Abnutzungskrieg mit Iran anstreben, um die Infrastruktur unseres Landes zu zerstören. Eine weitere große Gefahr dieser Konflikte besteht darin, dass sie als Grundlage für US-amerikanische Bodenoperationen gegen den Iran und die Besetzung von Teilen der Ölregionen und des Südens des Landes dienen könnten.
In einem Interview mit dem Podcast „Joe Rogan Express“ behauptete US-Vizepräsident J. D. Vance, dass
eine „verdeckte und sehr kostspielige“ Kampagne gestartet worden sei, um die US-iranischen Verhandlungen zu torpedieren. Organisiert werde diese Kampagne von „israelischen Akteuren“, deren Ziel es sei, den Krieg mit Iran „auf unbestimmte Zeit“ fortzusetzen.
In diesem Kontext wird deutlich, dass die „Kriegstreiber“ im Iran auch diejenigen sind, die sich dem „Abkommen“ mit den Vereinigten Staaten widersetzen und durch übertriebene Behauptungen über die militärische Überlegenheit des Irans in Wirklichkeit versuchen, die destruktive und staatsfeindliche Politik des Regimes – „Krieg, Krieg bis zum Sieg“ (im Krieg gegen das irakische Saddam-Hossein Regime) – wiederzubeleben. Diese staatsfeindliche Politik fügte unserem Land letztlich schweren Schaden zu, als Khomeini den „Giftkelch“ trank und im Zuge der „Nationalen Tragödie“ von 1988 Tausende politische Gefangene ermordet wurden.
Laut Khabar Online warnt auch die Zeitung „Jumhuri Eslami“ in diesem Zusammenhang vor den „Kriegstreibern“: „Die Empfehlung zur Schließung von Bab al-Mandab und das Beharren auf der Schließung der Straße von Hormus offenbaren die Absichten von Fremden, die sich als Freunde und Vertraute ausgeben. Um das Land vor den Geißeln des Krieges und den negativen Auswirkungen des Extremismus zu schützen, müssen die Verantwortlichen des Landes ernsthafte Maßnahmen gegen den Einfluss ausländischer und falscher Regierungen ergreifen, damit der Iran nicht erneut an den Rand eines Krieges getrieben wird.“
Die Tudeh Partei Iran erklärte in den letzten Wochen, dass der Krieg und die äußeren Bedrohungen böten den Machtzirkel innerhalb der Islamischen Republik die Gelegenheit, die geschwächte Autorität des krisengeschüttelten Regimes wiederherzustellen. Für diese Kräfte ist die Fortsetzung militärischer Konflikte in einem Rahmen, der keine existenzielle Bedrohung für das Regime darstellt, eine geeignete Voraussetzung für den Fortbestand der aktuellen Situation. Dazu gehören die Unterdrückung jeglicher Opposition und die Aufrechterhaltung der katastrophalen sozioökonomischen Lage: Armut, Not und weitverbreitete Arbeitslosigkeit für Millionen von Arbeiter:innen und Werktätigen im Land, Strom- und Wassermangel sowie die Fortsetzung von Repressionen und Hinrichtungen unter dem Vorwand des Krieges.
Die jüngste Umfrage der Islamischen Republik selbst zur öffentlichen Meinung im Iran zeigt, dass die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung gegen die Fortsetzung des Krieges und der aktuellen Situation ist und eine Einigung sowie einen dauerhaften Frieden anstrebt.
Unserer Ansicht nach widersprechen die Fortsetzung der gegenwärtigen Situation und die Eskalation von Krieg und Militäroperationen zweifellos den nationalen Interessen und stehen im Einklang mit der strategischen Politik des amerikanischen Imperialismus und des verbrecherischen israelischen Regimes in der Region.
Die Mobilisierung der öffentlichen Meinung im Iran und weltweit sowie die Bemühungen um ein Ende der gegenwärtigen zerstörerischen militärischen Auseinandersetzungen gehören zu den wichtigsten Aufgaben der fortschrittlichen und freiheitsliebenden Kräfte des Landes. Es ist eine dringende und lebenswichtige Aufgabe dieser Kräfte, den legitimen Forderungen der Mehrheit der von Armut und Unterdrückung erschöpften Gesellschaft Ausdruck zu verleihen und den Boden für die Entstehung einer landesweiten Bewegung gegen Krieg und Kriegstreiber sowie gegen die aggressive Politik des amerikanischen und israelischen Imperialismus in der Region zu bereiten, deren letztendliches Ziel es ist, die gegenwärtige Krise zu verlängern und den Iran in neue, zerstörerische militärische Auseinandersetzungen zu treiben.
Tudeh-Partei des Iran
17. Juli 2026




