حزب توده ایران

Communiqué des ZKs der Tudeh Partei Iran anlässlich des 77. Jahrestages der Gründung der Partei

Werte Mitbürger!

Am 10. Mehrmah 1397 (02. Oktober 2018) jährt sich der 77. Jahrestag der Tudeh Partei Iran, die Partei der Kämpfer für die Rechte der ArbeiterInnen und aller Werktätigen und Entrechteten. Die 77-jährige Geschichte unserer Partei ist ein wichtiger Bestandteil der zeitgenössischen Geschichte des Kampfes der BürgerInnen unserer Heimat gegen Kolonialismus, Imperialismus und Tyrannei und für Freiheit, Frieden, Unabhängigkeit und soziale Gerechtigkeit. 

Tudeh Info Nr. 115 07. Okt. 2018

Die Geschichte unserer Partei basiert auf einem unermüdlichen Kampf der Tausenden aufrichtigen Genossinnen und Genossen, die ihr Leben für Freiheit geopfert haben. Die Tudehies haben zehntausenden Jahren in den Kerkern ausgeharrt, ebenso viele Jahren Exil und Migration geduldet mit Standhaftigkeit ihre Ideale verteidigt und mit ihrem Kampf die Geschichte der Partei weitergeschrieben.

 Die Ehrgeiz einer Gruppe der politischen Gefangenen, die aus den Gefängnissen des diktatorischen Regimes von Reza-Khan frei gelassen wurden sowie von manchen Freiheitskämpfern der konstitutionellen Revolution führte zur Gründung der Tudeh Partei Iran am 02. Oktober 1941, und dem Beginn ihrer politischen und gesellschaftlichen Aktivitäten.

Das Ziel war die Anwaltschaft und Verteidigung der Rechte der iranischen Werktätigen und Entrechteten, der Kampf gegen Faschismus, für gesellschaftlichen Fortschritt und die Befreiung aus religiösem Aberglauben und reaktionärem Gedankengut. Das Resultat der unermüdlichen Aktivitäten der Partei, wie auch von Herrschenden, Feinden und Opponenten bejaht wird, führte zu Maßnahmen für wichtige Änderungen in der iranischen Gesellschaft.

Die mannigfaltigen, aufklärerischen und organisierten Aktivitäten der Partei in der damaligen Zeit auf moderne Art und Weise, sowie die Tätigkeiten der Partei  besonders in den kulturellen, organisatorischen und gewerkschaftlichen Bereichen, haben zu tiefen gesellschaftlichen Entwicklungen in unserem Land geführt.

Die erstmalige Gründung von landesweiten Arbeiter- und Bauernverbänden, Gewerkschaften und die Gründung der Studenten-, Jugend- und Frauenorganisationen in der damaligen iranischen Gesellschaft gehörten zu diesen Aktivitäten.

 Ein kurzer Überblick über die 77-jährige Parteigeschichte macht jene Wahrheit deutlich, dass das überwiegende Parteileben in einer äußerst schwierigen und harten Situation abgelaufen ist. Der breite und brutale Angriff des Imperialismus und der Reaktion gegen die Aktivitäten der Partei und deren Mitglieder war und ist heute noch eine Tatsache: die Verschwörungen des abhängigen Pahlavi-Regimes vor dem Putsch im Jahr 1953, die blutige Unterdrückung der Partei nach diesem CIA-Putsch, die brutale Niederschlagung der Bewegung für die Nationalisierung des Erdöls während der Schah-Zahedi-Regierung (ab 1953), die zur Todesstrafe und Erschießung von Parteihelden wie Genossen Rouzbeh, Siamak, Mobascheri, Anouscheh, Vartan und Keyvan geführt hat. Aber auch die Hinrichtung von hunderten Parteimitgliedern, fast die gesamte Führung der Partei und eine Unzahl von  Gewerkschaftern, Wissenschaftler, Kulturschaffende, patriotische Offiziere und legendäre Figuren der politischen Gefangenen mit mehr als 25 Jahren Haft in der Schah-Zeit, die zusammen mit tausenden anderer politischer Gefangenen im Rahmen der „Nationalen Tragödie“ im Sommer 1988 mit dem direkten Befehl von Khomeini in den Gefängnissen der islamischen Republik hingerichtet wurden.

 

Werte Mitbürger!

Wir begehen den 77. Gründungstag der Tudeh Partei Iran in einer Zeit, wo unser Land in der tiefsten Krise seit der Revolution von 1979 steckt. Millionen unserer Bürger leben aufgrund der beispiellosen Entbehrungen unter der Armutsgrenze. Wirtschaftlicher Bankrott, der Fall der nationalen Währung begleitet von einer Unglaubwürdigkeit des Bankensystems, herrschende Korruption und Gewalt in den Regierungsapparaten des Regimes, Raub der nationalen Ressourcen, wirtschaftlich-gesellschaftliche Gesetzlosigkeit, tägliche Anschläge von Seite der Justiz, und von sicherheits- und paramilitäririschen Kräften auf das Alltagsleben der BürgerInnen haben das Leben der Menschen unter der Herrschaft der islamischen Republik in eine Hölle verwandelt und unsere Gesellschaft an den Rand einer Katastrophe geführt.

 Seit Februar 2017, als die breiten Massenproteste etwa 80 Städte des Landes erfasst haben, vergeht keine Woche, in der man die Proteste der BürgerInnen, streikende Arbeiter, Bauernmärsche, protestierende Studenten, Jugendliche, Frauen, Lehrer, Pensionisten und Lastwagenfahrer, als Zeichen ihrer Wut und ihrem Ekel gegenüber dem Regime übersehen kann.

 Neben dieser allseitigen Krise ist unser Land zur Zeit auch mit der drohenden Gefahr aus dem Ausland konfrontiert. Die Drohkulisse des US-Präsidenten Trump bei UNO-Vollversammlung und die unverantwortlichen Aussagen wie das Öffnen der "Tore zur Hölle" unserem Land gegenüber, seitens Kriegstreibern wie John Bolton und Mike Pompeo können  den aufrichtigen Menschen und Patrioten nicht ohne Sorge um sein Land lassen.

Das unheilvolle Dreieck Trump-Ben Salman-Netanjahu und ihre Verbündeten in der Region haben gefährliche Pläne gegen die Wahrung unserer nationalen Souveränität geschmiedet. Dies könnte die Entfachung einer großen militärischen Auseinandersetzung am Persischen Golf bedeuten.

 

Werte Mitbürger!

Nun beinahe 40 Jahren nach der Februarrevolution 1979 liefern die Taten der Herrschenden des Regimes die dunkle Bilanz jener Reaktionäre und Dunkelgesinnte, die die glorreiche iranische Revolution zu Niederlagen geführt haben und statt der Volkssouveränität, dem Land die volksfeindliche und absolut tyrannische Herrschaft des Regimes „Velayate Faghieh“ (religiösen Regimes der obersten Geistlichkeit) erzwangen.

Der wahre Grund für die politisch-wirtschaftliche Ausweglosigkeit und die bedrohliche Situation unseres Landes in Zusammenhang mit der ausländischen Einmischung liegt in der unvernünftigen Politik des Führers des Landes (Khamenei), der Befehlshaber der Revolutionswächter und der reaktionären Kleriker, die das Land jeweils in ihre Einflusszonen geteilt haben.

 Mitglieder und Sympathisanten der Partei!

Seit dem breit angelegtem Überfall auf unsere Partei 1982/83 bis heute, wo tausende Mitglieder unserer Partei verhaftet und in Sommer 1988 hunderte Parteikader, politische, gesellschaftliche, kulturelle und revolutionäre Persönlichkeiten hingerichtet wurden, sind die Anstrengungen des Regimes und seiner Sicherheitsapparate für die Zerschlagung unserer Partei nach wie vor im Gang. Die Wachsamkeit der Mitglieder und Sympathisanten der Partei haben den Erfolg der Pläne des Regimes und Imperialismus in diesem Zusammenhang verhindert.

 Die Phase des Niedergangs des Regimes hat schon begonnen und es darf nicht wie bei der Februarrevolution 1979 nochmals zugelassen werden, dass die Errungenschaften des heldenhaften Kampfes der BürgerInnen in den Händen einer Clique von Handlagern der USA und der Reaktionäre in der Region fallen. Wir werden Schulter an Schulter mit den iranischen BürgerInnen die Protestbewegung fortsetzen und wir reichen unsere Hand zur Zusammenarbeit mit allen Patrioten, wie wir es auch in diesen 77-Jahren getan haben. Wir sind der Meinung, dass es nur mit einem organisierten und gemeinsamen Kampf aller gesellschaftlichen und freiheitsliebenden Kräfte möglich ist, der herrschenden Diktatur ein Ende zu setzen und den Weg für die Etablierung einer nationalen und demokratischen Regierung zu ebnen.  

 

·       Flammende Grüße an alle gefallenen Freiheitskämpfer!

·       Kampfesgrüße an die politischen Gefangenen und alle  Familienangehörigen der Märtyrer und der politischen Gefangenen!

·       Es lebe der geschlossene Kampf aller freiheitsliebenden Kräfte zur Beseitigung des Rechtsgelehrten-Regimes

 

Zentralkomitee der Tudeh Partei Iran

30. September 2018  

 (Gekürzt aus der Erklärung des ZKs der Tudeh Partei Iran anlässlich des 77. Gründungsjahr der Tudeh Partei Iran)

ZKs der Tudeh Partei Iran aus Anlass des 25. Jahrestages der Nationalen Tragödie im Iran

Nationalen TragödieMit den Monaten August und September dieses Jahres sind 25 Jahre seit der „Nationalen Tragödie“ des Massakers von mehreren tausend politischen Gefangen en im Iran vergangen, das auf Befehl von Khomeini durchgeführt wurde

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